Haines & Maassen Metallhandelsgesellschaft mbH



Mn

Mangan

Schmelzpunkt

1244° Celsius Mangan

Spezifisches Gewicht

7,44 g/cm3

Rel. Häufigkeit in der Erdhülle

0,09

Farbe

grauweiß

Ordnungszahl

25

Siedepunkt

2061° Celsius

Lieferbare Reinheit

Mangan 99,7%,
Höhere Reinheiten auf Anfrage

Lieferbare Formen

Flocken (flakes) Elektrolytmangan, Stückig, Pulver, andere Formen wegen der Sprödigkeit Mangans nur mit hohem Aufwand (Kosten) auf Trägerfolie realisierbar

Verpackungseinheit

Üblicherweise in Fässern 100 oder 200kg Manganinhalt.

Gerne liefern wir auch auch kleine Mengen z.B. für Forschung und Entwicklung.

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Mangan: Geschichte

 

In der Natur vorkommende Manganoxide wie Braunstein sind schon lange als natürliche Pigmente bekannt und in Gebrauch. So wurden schwarze Manganoxid-Pigmente unter anderem in den etwa 17.000 Jahre alten Höhlenmalereien in den Höhlen von Ekain und Lascaux nachgewiesen. In der Glasherstellung werden Manganverbindungen seit dem vierten Jahrhundert vor Christus im Römischen Reich eingesetzt. Dabei hat das Mangan zwei verschiedene Funktionen. Wird Braunstein eingesetzt, färbt dieser das Glas intensiv braun-violett. Wird dagegen dreiwertiges Manganoxid in eisenhaltige Gläser gegeben, entfärbt es diese, indem es das blaufärbende zweiwertige Eisen zum schwach gelben dreiwertigen oxidiert. 1774 erkannte Carl Wilhelm Scheele, dass Braunstein ein unbekanntes Element enthalten müsse, im gleichen Jahr stellte Johan Gottlieb Gahn auf Scheeles Anregung hin Mangan durch Reduktion von Braunstein mit Kohlenstoff her. Als Name wurde nach der lateinischen Bezeichnung für Braunstein manganesia nigra zunächst Manganesium gewählt, nach der Entdeckung des Magnesiums jedoch wegen möglicher Verwechslungen zu Mangan(ium) abgekürzt. Dieser wurde von Plinius wegen der Ähnlichkeit zum Magneteisen (oder magnes masculini sexus) als magnes feminei sexus (da Braunstein nicht magnetisch ist) bezeichnet, was im Mittelalter zu manganesia wurde. 1839 entdeckte man, dass Mangan die Formbarkeit von Eisen verbessert. Als 1856 Robert Mushet zeigte, dass durch Zusatz von Mangan eine Massenproduktion von Stahl im Bessemer-Verfahren möglich ist, wurde Mangan in kurzer Zeit in großen Mengen zur Stahlproduktion verwendet. Auch Braunstein erlangte ab 1866 technische Bedeutung, als durch Walter Weldon das Weldon-Verfahren zur Chlorherstellung entwickelt wurde, bei dem Salzsäure mit Hilfe von Braunstein zu Chlor oxidiert wird.

 

Mangan: Vorkommen

 

Mangan ist nach Eisen und Titan das dritthäufigste Übergangsmetall. In der kontinentalen Erdkruste kommt es mit einem Gehalt von 0,95 % ähnlich häufig wie Phosphor oder Fluor vor und gilt daher als ein häufiges Element. Dabei kommt es nicht elementar, sondern stets in Verbindungen vor. Neben Mangansilikaten und Mangancarbonat ist es vor allem in Oxiden gebunden. Häufige Minerale sind die Mineralgruppe der Braunsteine, Manganit, Hausmannit, Braunit, Rhodochrosit und Rhodonit. Abbauwürdige Manganerze lassen sich geologisch in drei Gruppen einteilen. Der erste Typ sind Rhodochrosit-Braunit-Erze, die in präkambrischen vulkanischen Gesteinen eingeschlossen sind. Diese Erze finden sich vorwiegend um den südlichen Atlantik, etwa in Brasilien, Guyana, der Elfenbeinküste, Ghana, Burkina Faso oder im Kongo. Erze des zweiten Typs finden sich in stark oxidierten, eisen- und silikatreichen Sedimentgesteinen aus dem Proterozoikum. Die Vorkommen dieses Typs bei Hotazel in Südafrika und Corumbá in Brasilien zählen zu den größten Manganvorkommen auf der Welt. Zum dritten Typ zählen Mangan-Schiefer-Erze, die durch Sedimentation in flachen Schelfmeeren entstanden sind. Zu diesem Typ zählen unter anderem Vorkommen in Gabun, der Ukraine und weiteren Ländern um das Schwarze Meer. Etwa 75 % der bekannten Ressourcen an Mangan liegen in der Kalahari Südafrikas. Auch in der Ukraine, Brasilien, Australien, Indien, Gabun und China finden sich größere Manganvorkommen. Größte Manganförderstaaten sind Australien, China und Südafrika, wobei die Weltgesamtförderung 2009 bei 10,8 Millionen Tonnen lag. In größeren Mengen kommt Mangan in sogenannten Manganknollen (bis zu 20 Zentimeter großen, porösen Konkretionen von Schwermetalloxiden) in der Tiefsee vor, die bis zu 50 % aus Mangan bestehen können. Besonders hohe Konzentrationen an Manganknollen finden sich im Pazifik südlich von Hawaii sowie im Indischen Ozean. Ein Abbau von Manganknollen, vor allem zur Gewinnung von Kupfer, Cobalt und Nickel, wurde zeitweise intensiv untersucht, scheiterte bislang jedoch an hohen technischen Anforderungen und hohen Abbaukosten bei gleichzeitig vergleichsweise niedrigen Preisen für an Land abgebaute Metalle.

 

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