Haines & Maassen Metallhandelsgesellschaft mbH



Sm

Samarium

Schmelzpunkt

1072° Celsius samarium

Spezifisches Gewicht

7,54 g/cm3

Rel. Häufigkeit in der Erdhülle

6*10-4

Farbe

silbrig weiß

Ordnungszahl

62

Siedepunkt

1803° Celsius

Lieferbare Reinheit

Sm2O3 99%

Lieferbare Formen

Pulver

Verpackungseinheit

0,5 kg - 50 kg Gebinde
1000 kg Bigpack

Samarium: Verwendung

 

Samarium wird hauptsächlich in Samarium-Kobalt Magneten eingesetzt. Diese haben eine sehr hohe permanente Magnetisierung, welche ungefähr 10000 mal so hoch ist wie die von Eisen und nur noch von Neodym Magneten übertroffen wird. Sie verfügen auch über eine höhere Resistenz gegenüber Entmagnetisierung und arbeiten sogar in Temperaturbereichen um 700°C noch stabil. Eingesetzt werden diese Magneten in Motoren, Kopfhörern oder auch Musikinstrumenten.
Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet von Samarium und seinen Verbindungen ist in Form von Katalysatoren. Es hilft beim Abbau von Plastik

 

Samarium: Historisches und Vorkommen

 

Zur Entdeckung von Samarium gibt es mehrere Darstellungen. Zum einen soll 1853 der Schweizer Jean Charles Galissard de Marignac Samarium spektroskopisch anhand einer scharfen Absorptionslinie im Didymoxid nachgewiesen haben, wonach dann 1879 der Franzose Paul Emile Lecoq de Boisbaudran das Element aus dem Mineral Samarskit isolierte. Die Bezeichnung des Elements sowie des Minerals Samarskit leitet sich vom Namen des russischen Bergbauinspekteurs ab, der das Mineral entdeckte.
In der zweiten Variante der Geschichte soll 1878 der schweizerische Chemiker Marc Delafontaine Samarium, welches er zunächst Decipum nennt, im Didymiumoxid entdeckt haben. 1881 zeigte Delafontaine, dass sein isoliertes Element neben Samarium noch ein weiteres anderes Element enthalten musste.
Im Jahr 1903 stellte der deutsche Chemiker Wilhelm Muthmann metallisches Samarium durch Elektrolyse her. Samarium kommt in der Natur nicht in Reinform vor. Es ist in Mineralien wie Monazit, Bastnäsit oder Samarskit enthalten. Gewonnen wird es hauptsächlich aus Monazit oder Bastnäsit. Die größten Samarium Vorkommen findet man in China, den USA, Brasilien, Indien, Sri Lanka und Australien.
Die globale Fördermenge an seltenen Erden wurde im Jahr 2009 von der USGS auf ca. 124000 t geschätzt.