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Arsen
  • Arsen

    • Daten
    • Ordnungszahl: 33
    • Dichte: 5,27 g/cm³
    • Schmelzpunkt: Sublimation
    • Sublimationstemperatur: 613 °C
    • Lieferbare Reinheiten

    • 99 %
    • Lieferformen

    • Stückig
    • Verpackungseinheiten

    • Auf Anfrage, entsprechend Gefahrgutrichtlinien.

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Anwendungen von Arsen

Arsen wird z. B. als Zusatz von Blei- oder Kupferlegierungen verwendet, um deren Festigkeit und Fließfähigkeit zu verbessern. In einigen Ländern wird es als Fungizid Holzschutzmittel oder als Mittel zur Schädlingsbekämpfung im Weinbau eingesetzt. Diese Anwendungen haben aus Gesundheits- und Umweltgründen viel von Ihrer Bedeutung eingebüßt.

Hochreines Arsen spielt in Verbindung mit Gallium als Gallium-Arsenid-Halbleiter in der Elektronik eine große Rolle. In Verbindung mit Indium wird es in Leuchtdioden sowie Laserdioden eingesetzt.

Historisches und Vorkommen

Das Halbmetall spielte schon frühzeitig in der Geschichte des Menschen eine Rolle. Man hat Hinweise gefunden das bereits im 3. Jahrtausend vor Christus Menschen in direkte Berührung mit Arsen gekommen sind. Es wird vermutet, dass sich dies bei der Verarbeitung von Kupfer ergeben hat, da Kupfererze häufig mit Arsen verunreinigt sind. Als berühmtestes Beispiel sei die Gletschermumie "Ötzi" aus den Tiroler Alpen genannt, bei Ihm wurden Spuren von Arsen in den Haaren gefunden und als Zeichen seiner beruflichen Tätigkeiten im Bergbau- bzw Hüttenbereich gewertet. Im klassischen Altertum war Arsen in Form von Auripigment und Realgar bekannt. Beide wurden von den Griechen Aristoteles und Teophrastos beschrieben.

Ein Manuskript aus dem 3. Jahrhundert nach Christus läßt darauf schließen, dass Arsen damals zur Färbung von Kupfer und Silber verwendet wurde. Im 12. Jahrhundert wurde von Albertus Magnus erstmal die Herstellung von reinem Arsen aus Arsenik beschrieben, er gilt daher als Entdecker des Elements. Im 17. Jahrhundert wurde das Mineral Auripigment bei holländischen Malern unter dem Namen Königsgelb sehr beliebt.

Ab 1740 wird Arsen erfolgreich als Pflanzenschutzmittel eingesetzt. In der Medizin erlangt es im 19. Jahrhundert große Bedeutung als Mittel zur Bekämpfung von Asthma.

Arsen tritt in der Erdkruste in etwa so häufig wir Uran und Germanium auf, man findet es in geringen Konzentrationen nahezu überall in der Erdkruste. Man findet Arsen hauptsächlich vergesellschaftet mit Antimon und Kupfer sowie verschiedenen sulfidhaltigen Mineralen. Die höchsten Arsenkonzentrationen findet man in den seltenen Mineralen Duranusit ( ca. 90%), Skutterudit und Arsenolith ( ca. 76%). Man gewinnt Arsen heute nur als Nebenprodukt der Verhüttung von Kobalt-, Zinn-, Kupfer-, Silber- und Golderzen. Die größten Produzenten sind China, Peru, Marokko und Chile. Man geht für das Jahr 2012 von einer Weltjahresproduktion von 44.000 t Arsen aus.