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Kadmium
  • Kadmium

    • Daten
    • Ordnungszahl:48
    • Dichte: 8,6 g/cm³
    • Schmelzpunkt: 320,9 °C
    • Siedepunkt: 765 °C
    • Lieferbare Reinheiten

    • 99,5 - 99,95
    • Bleche und Folien typischerweise als 99,99 %
    • Höhere Reinheiten auf Anfrage
    • Verpackungseinheiten

    • Holzkisten oder auf Palette - je nach Anforderung
    • Kleine Mengen in Karton
    • Bleche und Folien in Spezialverpackung

Kadmium kaufen und Preise

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**Besonders besorgniserregender Stoff nach REACH-Verordnung!** Beachten Sie außerdem unser Sicherheitsdatenblatt!

Kadmiumblech Kadmiumblöcke Kadmiumstangen

Verwendung von Kadmium

Die bei weitem wichtigste Anwendung für Cadmium sind Batterien oder genauer gesagt wiederaufladbare Akkumulatoren, sie stehen für mehr als drei viertel des Cadmium-Verbrauchs. Am bekanntesten sind hier die Nickel-Cadmium-Akkus der frühen Mobiltelefongenerationen aber auch, bedingt durch den günstigen Preis, für low-cost Anwendungen wie Taschenrechner, Rasierer, Heimwerkergeräte u. ähnliches. Während in den Industrieländern aufgrund von Umweltbedenken zunehmend NiCd-Akkus durch höherwertige und höherpreisige NiMH oder Lithium-Akkus ersetzt werden, erlebt Cadmium für Akkus in China und den Schwellenländern einen regelrechten Nachfrageboom.

Die nächstgrößere Anwendung sind Pigmente zur Farbenherstellung u.a. das bekannte Cadmiumgelb (gelb bis orange) und Cadmiumrot. Beide zeichnen sich durch außergewöhnliche Leuchtkraft aus. Cadmiumfarbe hat dieselbe Licht- und Infrarotreflektion wie Gras oder Blätter, und eingefärbte Gegenstände konnten in SW-Luftaufnahmen nicht vom Umfeld unterschieden werden, eine Nutzung als Tarnfarbe war hier nahe liegend. Die restlichen Anwendungen sind niedrigschmelzende Legierungen, meist in Verbindung mit Bismut (z.B. Woodmetall). Daneben dient Cadmium zur Produktion von Stabilisatoren für Kunststoffe (z.B. PVC) oder als korrosionshemmender (galvanischer) Überzug für Metalle.

Desweiteren gibt es eine Vielzahl von kleineren Verwendungen für Kadmium/Cadmium bis hin zur Photovoltaik (CdTe). Viele Anwendungen stehen unter erheblichem Druck durch Umweltschutzgesetze.

Besondere Eigenschaften

Kadmium ist ein weiches und plastisches Material, es kann selbst mit einem Messer geschnitten werden. Cadmium hat eine hohe Korrosionsbeständigkeit und bildet nach kurzer Zeit einen CO2-haltigen grauen Überzug. Eine weitere herausragende Eigenschaft Cadmiums ist seine Giftigkeit. Insbesondere Cadmiumdämpfe und -oxide gelten als sehr toxisch.

Kadmium: Historie, Vorkommen und Produktion

Cadmium wurde 1817 von dem Göttinger Professor F. Stromeyer im Zinkoxid entdeckt. Seiner regelmäßigen Vergesellschaftung mit Zink verdankt Cadmium ( traditionell: Kadmium) seinen Namen, Stromeyer leitete Ihn von Cadmia ab, der Bezeichnung Zinks im Altertum. Bedeutendstes Mineral ist Greenockit (CdS), ein honiggelbes diamantglänzendes halbdurchsichtiges Mineral, das häufig, zusammen mit Zinkblende vorkommt, Anteil des Kadmiums/Cadmiums von 2 - 4 kg je Tonne Zink. Roh- Kadmium/Cadmium fällt bei der Zinkproduktion an und wird danach meist per Destillation zu Reincadmium raffiniert. Aufgrund eines gestiegenen Umweltbewusstseins stieg der Anteil des aus Sekundärmaterial (meist verbrauchte Batterien) gewonnen Cadmiums/Kadmiums auf 10 - 20% an. Das US Geological Survey geht von einer Cadmium - Weltjahresproduktion von ca. 23.000 t in 2012 aus.